Sprechzeiten
Montag bis Freitag
7 – 13 Uhr und 14 – 20 Uhr

Bolkerstraße 69
40213 Düsseldorf
Telefon 0211 32 37 616
Telefax 0211 32 37 313
info@junghanns-guenther.de

Unsere neuen Praxisräume

Themen - Neuigkeiten aus der Frauenheilkunde

Schwangerschaftsvorsorge

Schwangerschaftsvorsorge

Sie sind schwanger? Herzlichen Glückwunsch! Wir freuen uns darauf, mit Ihnen gemeinsam durch die nächsten Monate zu gehen. Mit unserem Wissen und mit modernster Technologie begleiten wir Sie sowohl durch eine unkomplizierte, schöne Schwangerschaft als auch durch schwierige Zeiten.

Mutterschaftsvorsorgeuntersuchungen finden in den ersten 30 Schwangerschaftswochen in 4-wöchigen Abständen, danach bis zum Entbindungstermin alle 2 Wochen statt. Neben klinischen Kontrollen, Beratungen und mehreren Laboruntersuchungen gehören dazu auch drei Ultraschalluntersuchungen (Screening) sowie ggf. Kontrollen der kindlichen Herzaktion bzw. der Wehentätigkeit. Daneben gibt es noch eine Reihe weiterer, sinnvoller Zusatzuntersuchungen, die nicht in den Mutterschaftsrichtlinien vorgesehen sind, die aber im Einzelfall die Sicherheit für Mutter und Kind erhöhen oder Ihrem verständlichen Wunsch nachkommen, das Kind in seiner Entwicklung zu beobachten.
In einem Gespräch nach der ersten Untersuchung beraten wir Sie ausführlich und erarbeiten gemeinsam mit Ihnen den Umfang Ihrer persönlichen Schwangerschaftsvorsorge.
Wir setzen uns in jeder Beziehung dafür ein, dass die Monate bis zur Entbindung für Sie so unkompliziert und schön wie möglich werden. Falls jedoch Komplikationen auftreten sollten, sind Sie bei uns in den besten Händen. In der Pränataldiagnostik arbeiten wir mit der modernsten Technik. Unsere Frauenarztpraxis ist mit einem DEGUM II-Zertifikat ausgezeichnet – eine Zertifizierung, die die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) an besonders gut ausgebildete Ultraschallanwender verleiht, die in ihren Praxen auch mit entsprechend hochwertigen Ultraschallgeräten arbeiten. (s. dazu auch www.degum.de).

Übersicht über alle Mutterschaftsvorsorge-Untersuchungen
Schwanger-
schaftswoche
Untersuchungen Zusatzuntersuchungen Bedenken
(SSW) *U=vag. Untersuchung    
9.-12. U*, Urin, Blutdruck, HB, 1.Ultraschall, Antikörper-Suchtest, HIV- u. Chlamydien-Test, Röteln-Test, Syphilis-Test, TSH-Test Toxoplasmose-Test Jod 200, Folsäure, kein Rohmilchkäse, kein rohes Fleisch, Kontakt mit Katzenkot meiden
12.-16. U, Urin, Blutdruck Nackenfaltemessung (Ersttrimesterscreening)  
20.-22. U, Urin, Blutdruck, HB, 2.Ultraschall großer Organultraschall mit Farbdoppler Anmeldung Geburtsvorbereitungskurs
25.-26. U, Urin, Blutdruck, Antikörper-Suchtest Ultraschall Farbdoppler 3D/4D, Diabetes-Test, Toxoplasmose Magnesium, Omega-3-Fettsäuren
27.-29. U, Urin, Blutdruck ggf. Anti-D Prophylaxe, CTG Ultraschall 3D/4D  
29.-31. U, Urin, Blutdruck, HB, 3.Ultraschall, CTG    
34.-35. U, Urin, Blutdruck, HB, Hepatitis-Serologie, CTG Ultraschall Mutterschutz, Anmeldung im Krankenhaus
36.-37. U, Urin, Blutdruck, CTG Abstrich auf Streptokokken/Gonokokken  
38.-39. U, Urin, Blutdruck, HB, CTG Ultraschall  
40. U, Urin, Blutdruck, CTG    
über Termin ggf. U, Urin, Blutdruck, CTG    
Nach Oben

Die Standarduntersuchungen

Die Kosten der folgenden regulären Vorsorgeuntersuchungen werden von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen:     

Antikörpersuchtest

Zu Beginn einer Schwangerschaft erfolgt eine Blutgruppenbestimmung einschließlich des Rhesusfaktors. Beim Antikörpertest wird festgestellt, ob Blutgruppenunverträglichkeiten zwischen Ihnen und Ihrem Baby vorliegen. Falls Ihre Blutgruppe rhesus-negativ ist, Ihr ungeborenes Kind aber rhesus-positiv, können Sie Abwehrstoffe gegen das kindliche Blut entwickeln. Das kann auch nach einem Schwangerschaftsabbruch, nach einer Fehlgeburt oder einer Eileiterschwangerschaft geschehen. Um das zu verhindern, wird bei jeder schwangeren Frau, die rhesus-negativ ist, zwischen der 24. – 28. SSW eine Anti-D-Prophylaxe durchgeführt.
Die Anti-D-Prophylaxe nehmen wir auch nach jedem Eingriff (z. B. Fruchtwasseruntersuchung) und nach der Geburt vor, wenn das Baby rhesus-positiv sein sollte.

Nach Oben
Röteln

Die Röteln gehören zu den am meisten gefürchteten Infektionen in der Schwangerschaft. Das Virus wird durch Tröpfchen übertragen, z. B. durch Husten, Niesen oder Küssen. Ist eine schwangere Frau erkrankt, kann das Rötelnvirus den Mutterkuchen infizieren und sich im Blutkreislauf des Ungeborenen ausbreiten. Je früher in der Schwangerschaft eine Infektion auftritt, umso schwerwiegender können die Folgen sein. So werden in der 2. – 6. Schwangerschaftswoche (SSW) mehr als die Hälfte der Kinder geschädigt, in der 7. – 12. SSW betrifft es ungefähr jedes 4. Kind, in der 13. – 17. SSW nur noch jedes 10. Kind. Wegen des hohen Schädigungsrisikos wird nach einem sicheren (!) Nachweis einer Rötelninfektion bis zur 14. SSW ein Abbruch der Schwangerschaft diskutiert. Dies kommt aber erfahrungsgemäß äußerst selten vor. Ist die Schwangerschaft weiter fortgeschritten, treten normalerweise keine Schädigungen mehr auf.

Wer als Kind die Röteln gehabt hat oder als junges Mädchen geimpft worden ist, hat in den meisten Fällen einen ausreichenden Schutz und kann nicht mehr erkranken. Der Rötelntiter wird zu Beginn der Schwangerschaft im Rahmen der Mutterschaftsvorsorge überprüft. Für Schwangere, die keinen Antikörperschutz haben, gehen insbesondere von nicht geimpften Vorschulkindern sowie von Männern ohne Rötelnschutz besondere Gefährdungen aus. In diesem Fall wird durch eine 2. Kontrolle in der 12. – 14. SSW eine Rötelninfektion ausgeschlossen.

Nach Oben
HIV

Wir empfehlen Ihnen, zusätzlich auch eine Untersuchung auf HIV (AIDS-Virus) durchführen zu lassen, da eine Infektion erfahrungsgemäß nie gänzlich auszuschließen ist. Die Kosten übernehmen im Falle einer Schwangerschaft die Krankenkassen.

Nach Oben
Chlamydien

Chlamydieninfektionen in der Schwangerschaft können dazu führen, dass Kinder betroffener Mütter bei der Geburt infiziert werden und Entzündungen der Augen bzw. der Stimmbänder bekommen. Unter Umständen treten sogar Lungenentzündungen auf. Die Mutterschaftsrichtlinien sehen einen Test in der Frühschwangerschaft vor.

Nach Oben
Syphilis

Auslöser ist eine Infektion mit dem Erreger Treponema pallidum, die Ansteckung erfolgt durch Geschlechtsverkehr. Zu jedem Zeitpunkt der Schwangerschaft, aber bevorzugt ab der 18. SSW, können die Krankheitserreger das ungeborene Kind infizieren. Eine Infektion führt häufig zu Fehl- bzw. Früh- oder Totgeburten. In der Mehrzahl der Fälle werden die Kinder aber termingerecht geboren und scheinen gesund. Zwischen der 2. und 12. Lebenswoche treten erste Symptome einer angeborenen Syphilis auf. Wird eine Infektion der Mutter in der Schwangerschaft nachgewiesen, kann durch die Gabe von Antibiotika eine Ansteckung des Kindes vermieden werden.

Nach Oben
CTG (Cardiotokographie)

Neben den Ultraschalluntersuchungen ist auch das CTG heute Standard bei der Schwangerschaftsüberwachung. Die Cardiotokographie wird vor allem in den letzten Schwangerschaftswochen und während der Geburt eingesetzt. Das CTG misst neben der Wehentätigkeit den Herzschlag des ungeborenen Kindes, dessen Frequenz sich ständig ändert, und ermöglicht Aussagen über den aktuellen Gesundheitszustand des Kindes.

Nach Oben
Hepatitis B

Eine Infektion der Schwangeren mit Hepatitis B bedeutet immer ein Übertragungsrisiko. Während der Entbindung kann das Kind mit dem Virus infiziert werden. Bei über 90 % der infizierten Neugeborenen mündet die Ansteckung in einen chronischen Verlauf. Um dies zu vermeiden, werden Schwangere nach der 32. SSW standardmäßig auf eine Hepatitis B-Infektion untersucht. Ist die Mutter erkrankt, wird das Kind unmittelbar nach der Geburt passiv und aktiv geimpft.

Nach Oben
1. Ultraschallscreening

Die erste der drei standardmäßig durchgeführten Ultraschalluntersuchungen findet in der 9. – 12. SSW statt. Dabei achten wir auf folgende Details:

  • Sitz und Darstellbarkeit der Schwangerschaft
  • Vitalitätszeichen des Embryos
  • Mehrlingsschwangerschaft
  • Zeitgerechte Entwicklung des Embryos
  • Sonographische Auffälligkeiten des Embryos

Durch Messung der Scheitel-Steißlänge wird das Alter des Embryos beurteilt. Manchmal ist das Datum der letzten Periode nicht genau bekannt, bzw. der Menstruationszyklus war unregelmäßig. In diesem Fall können wir das Alter der Schwangerschaft durch die Ultraschalluntersuchung bestimmen und den Entbindungstermin entsprechend festlegen.

1. Ultraschallscreening 1. Ultraschallscreening
 
2. Ultraschallscreening

Entsprechend den Mutterschaftsrichtlinien wird zwischen der 19. und 22. SSW die nächste Ultraschalluntersuchung durchgeführt. Zuerst wird die entsprechende Entwicklung gemäß dem Schwangerschaftsalter des Babys überprüft. Unser besonderes Augenmerk liegt in der Beurteilung der körperlichen Entwicklung des Kindes. Die Fruchtwassermenge, Aussehen und Lage des Mutterkuchens sind ebenfalls Inhalt der Untersuchung.
Zeigen sich hier Hinweise für eine Erkrankung Ihres Kindes, wird ein ausführlicher, weiterführender Ultraschall (sog. Organultraschall) durchgeführt.

2. Ultraschallscreening
 
3. Ultraschallscreening

Im Rahmen dieser Untersuchung zwischen der 29. und 33. SSW verschaffen wir uns einen orientierenden Überblick über die Organe des Kindes. Außerdem kontrollieren wir das allgemeine Gedeihen. Befunde wie z. B. ein vermindertes Wachstum oder eine geringe Fruchtwassermenge können auf eine Schwäche des Mutterkuchens und damit auf eine Unterversorgung des Kindes hindeuten. Zu viel Fruchtwasser bzw. ein für das Schwangerschaftsalter zu großes Kind bedeuten unter Umständen eine Stoffwechselstörung (z. B. Gestationsdiabetes).

3. Ultraschallscreening 3. Ultraschallscreening
 
Nach Oben

Zusatzuntersuchungen

Ein Überblick über mögliche Zusatzuntersuchungen in der Schwangerschaft, die nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden, da sie nicht in den Mutterschaftsrichtlinien verankert sind.

Toxoplasmose

Toxoplasmose ist eine Infektionskrankheit, die durch einen Parasiten – Toxoplasma gondii – verursacht wird. In einigen Fällen kommt es zu grippeähnlichen Beschwerden mit Lymphknotenschwellungen, in manchen Fällen verläuft die Infektion völlig unbemerkt. Diagnostiziert wird sie über den Nachweis von Antikörpern im Blut.
Hauptwirt für den Parasiten sind Katzen, infizierte Tiere scheiden die Eier des Erregers mit dem Kot aus. Die Eier sind sehr widerstandsfähig, sie können mit Wind und Staub verteilt werden und so z. B. Menschen bei der Gartenarbeit infizieren. Ein anderer Infektionsweg ist der Verzehr von rohem Fleisch (z. B. Mett; Tatar).
Für Nichtschwangere ist eine Toxoplasmose eine harmlose Erkrankung ohne Folgen, es bleibt eine lebenslange Immunität zurück und das Kind im Mutterleib kann sich nicht infizieren. Kommt es allerdings während der Schwangerschaft zu einer Infektion, kann die Krankheit auf das Ungeborene übertragen werden, schwere Schädigungen u. a. des kindlichen Gehirns und die Gefahr einer Fehlgeburt können die Folge sein.
Die frühzeitige Diagnose einer Toxoplasmose-Infektion ist für den Therapieerfolg entscheidend. Ergibt sich durch die Blutuntersuchung der Verdacht auf eine frische Infektion, so wird unverzüglich mit einer Antibiotikatherapie begonnen

    So beugen Sie vor:

  • Essen Sie nur gut gekochte oder durchgebratene Fleisch- und Wurstwaren.
  • Waschen Sie Gemüse, Salat und Obst vor dem Verzehr.
  • Waschen Sie Ihre Hände – insbesondere nach der Gartenarbeit, Küchenarbeit und vor dem Essen.
  • Wenn Sie eine Katze halten, verwenden Sie am besten Dosen- oder Trockenfutter. Lassen Sie das Katzenklo von einer anderen Person täglich mit heißem Wasser reinigen.
  • Lassen Sie zu Beginn der Schwangerschaft und in der 25. SSW Ihr Blut auf Toxoplasmose kontrollieren.
Nach Oben

TSH-Test

Stoffwechselstörungen der Schilddrüse der Mutter können einerseits zu Frühgeburten führen, andererseits zu Erkrankungen des Neugeborenen. So wurden in neuen Studien Stoffwechselstörungen nachgewiesen, die zu Intelligenzdefiziten führten. Ein einfacher Test zu Beginn der Schwangerschaft zeigt, ob Ihre Schilddrüsenwerte im Normbereich liegen.

Nach Oben

Ersttrimesterscreening (Nackenfaltemessung)

Trisomie 21, auch Down-Syndrom oder Mongolismus genannt, ist die häufigste Chromosomenstörung. Dabei kommt das Chromosom 21 dreimal anstatt zweimal vor. Das Risiko einer Trisomie steigt mit zunehmendem Alter der Mutter an.

Wahrscheinlichkeit von Trisomie 21:

Mütterliches Alter     Wahrscheinlichkeit Trisomie
20 Jahre 1 zu 1500
25 Jahre 1 zu 1300
30 Jahre 1 zu 550
34 Jahre 1 zu 420
36 Jahre 1 zu 280
38 Jahre 1 zu 150
40 Jahre 1 zu 85
42 Jahre 1 zu 50

Das Ersttrimesterscreening, auch Nackenfaltemessung oder Frühscreening genannt, wird mittels Ultraschall zwischen der 12. und 14. Schwangerschaftswoche durchgeführt. Inhalt des Screenings, bei dem auch auf die zeitgerechte und unauffällige Entwicklung des Kindes geachtet wird, ist unter anderem die Messung der sog. Nackentransparenz (oder „nuchal translucency“). Diese wird durch eine Flüssigkeitsansammlung im Nacken gebildet und ist grundsätzlich bei allen Kindern in diesem Untersuchungszeitraum darstellbar. Kinder mit einer Chromosomenstörung (z. B. Trisomie 21, Trisomie 13/18) haben meistens eine verbreiterte Nackentransparenz. Aber auch bei anderen Erkrankungen wie Herzfehlern, Skelettfehlbildungen oder Stoffwechselstörungen kann sich eine verbreiterte Nackentransparenz zeigen. Allerdings liegt in einzelnen Fällen kein besonderer Grund für eine verbreiterte Nackentransparenz vor und die Schwangerschaft verläuft ohne Komplikationen.
Ist zusätzlich das kindliche Nasenbein gut darstellbar, erhöht sich noch einmal die Aussagekraft bezüglich des Morbus Down-Risikos.
Zu dieser Ultraschallmessung wird der Wert des PAPP-A (ein Eiweißstoff) sowie des freien ß-HCGs (Schwangerschaftshormon) im mütterlichen Blut bestimmt.

Aus dem Alter der Mutter, der Größe des Kindes, der gemessenen Nackentransparenz und den Werten der o. g. Blutuntersuchungen lässt sich das Risiko für eine chromosomale Erkrankung des Kindes errechnen. Das Risiko wird mit einer Verhältniszahl, z. B. 1:1000 beschrieben (das bedeutet, dass von 1000 Schwangeren mit denselben Testergebnissen eine Frau ein Kind mit Morbus Down bekommt). Liegt das Risiko kleiner als 1:300, wird in der Regel eine invasive Diagnostik (Amniozentese/Chorionzottenbiopsie) empfohlen.
Die Nackentransparenzuntersuchung ermöglicht ohne Gefahr für Mutter und Kind eine sehr genaue Risikoabschätzung und dient als rational begründete Entscheidungshilfe für oder gegen eine weitergehende invasive Diagnostik. Sie kann jedoch keine definitive Aussage zum Vorliegen eines Morbus Downs machen.

Die Messung setzt ein hoch auflösendes Ultraschallgerät und viel Erfahrung beim Untersucher voraus. Sowohl Frau Dr. Günther als auch Frau Dr. Junghanns wurden von der Fetal Medicin Foundation Deutschland für das Ersttrimesterscreening (www.fmf-deutschland.info) zertifiziert. Jährliche Prüfungen garantieren eine gleich bleibende hohe Untersuchungsqualität.

NT-Messung NT-Messung
 
Nach Oben

Alpha Fetoprotein-Screening

Unter Neuralrohrdefekten versteht man eine Gruppe von Erkrankungen des Zentralnervensystems wie z. B. die Spina bifida (Offener Rücken), die mit schweren neurologischen Störungen wie Lähmungen oder Einschränkung der Blasen- oder Darmfunktion verbunden sein kann. Im schlimmsten Fall kommt es zu schweren Fehlbildungen des Schädels und Gehirns.
Im Falle eines Neuralrohrdefekts tritt kindliches AFP (Alpha Fetoprotein) ins mütterliche Blut über. Aus dem gemessenen AFP-Wert kann unter Berücksichtigung des Schwangerschaftsalters (16. – 18. SSW) das Risiko einer solchen Erkrankung ermittelt werden.

Nach Oben

Organultraschall

Der sog. Organultraschall (oder auch „große Ultraschall“) wird in der Regel zwischen der 20. und 22. SSW durchgeführt. Er ermöglicht eine weiterführende, differenzierte Organdiagnostik des Kindes. Dabei werden neben dem altersentsprechenden Wachstum des Kindes das Aussehen aller sichtbaren Organe (z. B. Gehirn, Magen, Nieren, Harnblase etc.) und besonders das Aussehen und die Funktion des Herzens beurteilt. Das Profil des Kindes, Fruchtwassermenge, Lage und Aussehen des Mutterkuchens werden ebenfalls detailliert untersucht. Durch die Dopplersonographie kann die Durchblutung in den kindlichen Blutgefäßen sowie den mütterlichen Gebärmuttergefäßen dargestellt werden.
Mit Hilfe dieser Ultraschalluntersuchung können viele kindliche Fehlbildungen und Erkrankungen frühzeitig erkannt und gegebenenfalls behandelt werden. Eine unauffällige Untersuchung bestätigt mit hoher Wahrscheinlichkeit eine normale Entwicklung des Kindes, schließt jedoch eine kindliche Erkrankung niemals mit Sicherheit aus.
Die Beurteilung des Kindes kann durch ungünstige Untersuchungsbedingungen wie Lage des Kindes, wenig Fruchtwasser, kräftige mütterliche Bauchdecken, zu frühe oder zu späte Schwangerschaftswoche erschwert werden.
Die Kosten werden von den Krankenkassen in folgenden Fällen übernommen:

  • Wenn das Paar schon ein behindertes oder krankes Kind hat
  • Wenn Erbkrankheiten der Eltern oder Erkrankungen der Mutter vorliegen, die sich negativ auf das Kind auswirken können
  • Nach Einnahme von Medikamenten, intensiven Röntgenuntersuchungen toxischen Substanzen oder während der frühen Schwangerschaft
  • Bei Auffälligkeiten in den Ultraschalluntersuchungen gemäß den Mutterschaftsrichtlinien

Wir führen den Organultraschall auch als Selbstzahlerleistung durch.

Der Organultraschall erfordert neben einem Hochleistungs-Ultraschallgerät Erfahrung und profundes Wissen in der Pränataldiagnostik DEGUM II.

Organultraschall Organultraschall
 
Organultraschall Organultraschall
 
Organultraschall Organultraschall
 
Nach Oben

Farbdopplersonographie

Die Dopplersonographie ist ein seit Jahren etabliertes Untersuchungsverfahren in der Schwangerschaftsvorsorge, mit der sich ab der 26. SSW Aussagen über den Versorgungszustand des Kindes und die Funktion des Mutterkuchens treffen lassen.
Dafür wird nach sonographischer Beurteilung des kindlichen Wachstums und des Mutterkuchens der Blutfluss der kindlichen Hirngefäße, der Nabelschnur und in den Gefäßen der Gebärmutter der Schwangeren gemessen. Damit lassen sich zwei wichtige Aussagen treffen:
Zum einen können wir mit dieser Untersuchung mangelversorgte, d.h. gefährdete Kinder von kleinen, aber gesunden Kindern unterscheiden und die unterversorgten Kinder im weiteren Schwangerschaftsablauf intensiv überwachen.
Zum anderen lässt sich das Risiko für die Entwicklung eines schwangerschaftsverursachten Bluthochdrucks sowie einer Gestose/Präeklampsie (sog. Schwangerschaftsvergiftung) frühzeitig und vor dem Eintreten anderer Anzeichen erkennen. Bluthochdruck sowie Präeklampsie können mit einer Wachstumsverzögerung des Kindes sowie Frühgeburtlichkeit mit schweren Komplikationen für Mutter und Kind einhergehen.

Liegt ein Risiko gemäß den Mutterschaftsrichtlinien vor, wird die Farbdoppleruntersuchung von uns als kassenärztliche Leistung abgerechnet.
Darüber hinaus erachten wir sie aber aufgrund der hohen Aussagekraft als sinnvolle Untersuchung, auch wenn keine Risikoschwangerschaft vorliegt.

Farbdopplersonographie Farbdopplersonographie
 
 
Nach Oben

Schwangerschaftsdiabetes-Test (Gestationsdiabetes)

Als Gestationsdiabetes bezeichnet man eine Zuckererkrankung, die erstmals während der Schwangerschaft auftritt. Dabei wird das Hormon Insulin, das den Zuckerhaushalt reguliert, entweder zu wenig gebildet oder ist nur vermindert wirksam. Häufig sind davon übergewichtige Schwangere oder sog. Spätgebärende betroffen, aber auch Frauen mit einer Gestationsdiabetes in einer vorherigen Schwangerschaft oder Frauen, die ein deutlich übergewichtiges Kind geboren haben.
Die Folgen eines Gestationsdiabetes können übergewichtige, aber trotzdem unreife Neugeborene sein, es kann zu ernsthaften Komplikationen unter der Geburt kommen mit häufigen Unterzuckerungen der Neugeborenen. Auch leicht erhöhte Blutzuckerspiegel steigern das kindliche Risiko für Wachstumsstörungen, Frühgeburtlichkeit und Fehlbildungen. Für die Schwangere selbst besteht eine erhöhte Gefahr, im Laufe ihres Lebens an einer Diabetes zu erkranken.
Eine gestörte Glukosetoleranz wird durch die normalen Untersuchungen in der Schwangerschaft nicht erfasst, dazu ist ein spezieller Zuckerbelastungstest erforderlich.

Nach Oben

3D/4D-Ultraschall

Viele werdende Eltern wünschen sich zusätzlich zu diesen drei Routineuntersuchungen weitere Ultraschallscreenings. Der Wunsch ist nur zu verständlich. Die Möglichkeiten, mit einem modernen, hoch auflösenden Ultraschallgerät das heranwachsende Baby zu beobachten und in seiner Entwicklung zu begleiten, sind einfach faszinierend.
In unserer Praxis arbeiten wir mit einem der modernsten Ultraschallgeräte, darüber hinaus haben wir die Möglichkeit, neben Farbdoppleruntersuchungen auch 3D/4D-Aufnahmen (Foto und Video) von Ihrem Kind zu machen.

Mit den neuesten Ultraschallgeräten steht uns heute eine 3D/4D-Technik zur Verfügung, die unvergleichliche, farblich plastische Bilder Ihres Kindes in Bewegung zeigen kann.
Medizinisch gesehen gibt uns der 3D/4D-Ultraschall nur wenig Zusatzinformationen zum konventionellen Ultraschall. Da wir eine Praxis für pränatale Diagnostik DEGUM II sind, führen wir den 3D/4D-Ultraschall nur in Verbindung mit einem konventionellen 2D-Ultraschall durch.
Doch bei guten Sichtbedingungen (nicht zu kräftiger Bauchdecke, keine Bauchlage des Kindes und ausreichend Fruchtwasser) schenkt Ihnen die 3D/4D-Technik wirklich spektakuläre, unvergessliche Eindrücke von Ihrem ungeborenen Kind. Dafür haben wir für Sie einen großen Flachbild-Screen unter der Decke angebracht.
Die Bilder oder auch Video-Sequenzen erhalten Sie zur Erinnerung auf einer CD.

3D/4D-Ultraschall 3D/4D-Ultraschall
 
3D/4D-Ultraschall 3D/4D-Ultraschall
 
Nach Oben

Streptokokken-/Gonorrhoeabstrich

Zwischen der 36. und 38. SSW wird durch einen einfachen Vaginalabstrich eine mütterliche Infektion mit Streptokokken bzw. Gonokokken ausgeschlossen. Streptokokken der Gruppe B sind Bakterien, die sich bei bis zu 30 % aller erwachsenen Frauen in der Scheide bzw. am Muttermund finden lassen. Die Bakterien können bei der Geburt auf das Neugeborene übertragen werden und zu schwersten Infektionen führen.
Grundsätzlich werden zwei Formen der Streptokokken-Infektion unterschieden: Die Frühform, die innerhalb der ersten 24 bis 48 Stunden nach der Geburt auftritt und als sehr gefährlich gilt, und die Spätform, die sich erst 8 bis 10 Tage nach der Geburt zeigt.
Werden bei der Schwangeren Streptokokken nachgewiesen, so wird versucht, eine Übertragung zum Kind durch eine kurzzeitige Gabe von Penicillin unter der Entbindung zu verhindern.

Das Kind kann beim Durchtritt durch den Geburtskanal eine ganze Reihe von Erregern der Mutter aufnehmen, dabei sind die Augen besonders empfänglich. Besonders gefürchtet ist eine Infektion mit Gonokokken, die zur Erblindung des Neugeborenen führen kann. Bis vor etwa 15 Jahren bekamen die Neugeborenen unmittelbar nach der Geburt eine 05 – 1 %ige Silbernitrattropfenlösung (Credésche Prophylaxe) in die Augen getröpfelt, um eine Augenentzündung zu vermeiden. Die weitaus effektivere Methode ist der Nachweis von Gonokokken in der mütterlichen Scheide in der 36. bis 38. SSW. Durch eine einmalige Antibiotika-Gabe kann die Infektion noch vor der Geburt beseitigt werden: Das Kind ist vor einer möglichen Übertragung geschützt.

Nach Oben

Reisen in der Schwangerschaft

In der Regel stellen Reisen während der Schwangerschaft kein Problem dar, sofern Sie sich wohl fühlen und kein besonders Risiko vorliegt.

Autofahrten

Besonders bei einer langen Fahrt sollten ausreichend Pausen eingelegt werden, in denen Sie sich die Beine vertreten können, da die Thrombosegefahr in der Schwangerschaft erhöht ist und durch langes Sitzen noch verstärkt wird. Trinken Sie viel! Der Sicherheitsgurt sollte über den Beckenknochen geführt werden und nicht quer über den Bauch

Schiffs- und Bahnfahrt

Hier sind die Sitze nicht so eng und Sie können jederzeit aufstehen und sich ausreichend bewegen. Also für Schwangere eine optimale Form der Reise.

Flugreisen

Während der Schwangerschaft können Flugreisen problemlos durchgeführt werden. Auch hier gilt: Viel trinken, auf Bewegung achten. Viele Fluggesellschaften verlangen ab der 36. SSW ein Attest vom Arzt. Am besten, Sie holen sich vor Reiseantritt entsprechende Informationen bei der Fluggesellschaft.

Impfungen

Für einige Reisegebiete sind Impfungen empfohlen. Darüber sollten Sie sich frühzeitig informieren, denn nicht alle Impfungen können in der Schwangerschaft durchgeführt werden.

Versicherungen

Falls Sie für eine Fernreise eine Reisekrankenversicherung abschließen möchten, sollten Sie mit der Versicherung klären, ob Sie trotz Schwangerschaft versichert sind. Viele Reiseversicherungen schließen Schwangerschaftserkrankungen von der Leistungspflicht aus.

Nach Oben

Sport in der Schwangerschaft

Bewegung tut auch während der Schwangerschaft gut, viele Sportarten sind bei einem unauffälligen Schwangerschaftsverlauf kein Problem. Im Gegenteil: Bei körperlicher Fitness treten weniger Schwangerschaftsbeschwerden auf. Außerdem werden durch Sport die Abwehrkräfte gestärkt, der Körper wird besser mit Sauerstoff versorgt. Oft haben sportliche Frauen eine leichtere Geburt und erholen sich schneller im Wochenbett.

Ideale Sportarten während der gesamten Schwangerschaft sind Schwimmen, Ski-Langlauf, Yoga, Walking, Wandern und Radfahren. Bis zur 16. SSW ist auch Joggen empfehlenswert. Krafttraining, Surfen, Golfen, Segeln und Inline-Skating sind möglich. Aerobic und Bergsteigen sind in der Mitte der Schwangerschaft erlaubt. Auf Abfahrtsski, Reiten, Tauchen, Marathon oder Kampfsport sollten Schwangere aufgrund der hohen Belastung oder Verletzungsgefahr besser verzichten. 

Nach Oben

Geburtsvorbereitung

Geburtsvorbereitungskurse werden von Krankenhäusern mit Geburtsstation, Hebammen oder Geburtshäusern angeboten. Meistens läuft ein Kurs über 8 Wochen, so dass Sie am besten zwischen der 28. und 30. SSW damit beginnen; aber auch sog. Crash-Kurse an einem Wochenende werden immer beliebter.
In diesen Kursen erfahren Sie und Ihr Partner viel Wissenswertes über die physischen und psychischen Prozesse in der Schwangerschaft, über Geburt und Wochenbett, aber auch über mögliche Komplikationen und deren Behandlung. Sie besichtigen den Kreißsaal mit seinen Geräten und Einrichtungen. Außerdem lernen Sie Entspannungstechniken und Atemtechniken kennen, die Ihnen unter der Geburt helfen können.
Angst und Verspannung können zu einer stärkeren Schmerzwahrnehmung führen. Je besser Sie auf die Geburt ihres Kindes vorbereitet sind, desto leichter können Sie mit Ihren Ängsten umgehen. Wir wünschen Ihnen, dass Sie die Geburt als einzigartiges Erlebnis positiv in Erinnerung behalten.

Nach Oben

Mutterschutz

Der Mutterschutz umfasst einen Zeitraum von 6 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin bis 8 Wochen nach der tatsächlichen Geburt des Kindes. Bei einer Frühgeburt verlängert sich der Mutterschutz nach der Geburt um den Zeitraum, um den das Baby zu früh gekommen ist. Wiegt das Neugeborene weniger als 2500 g oder haben Sie Mehrlinge zur Welt gebracht, verlängert sich der Mutterschutz auf 12 Wochen nach der Geburt.
In dieser Zeit ist die Schwangere von der Arbeit freigestellt, auf eigenen, ausdrücklichen Wunsch hin können Sie jedoch bis zur Geburt arbeiten (jederzeit widerrufbar!). In der Zeit nach der Geburt besteht ein absolutes Beschäftigungsverbot.
Als Schwangere sind Sie verpflichtet, Ihrem Arbeitgeber eine ärztliche Bescheinigung über den Geburtstermin vorzulegen, die Kosten trägt der Arbeitgeber.
Im Mutterschutzgesetz sind die Arbeitsbedingungen für werdende Mütter, Wöchnerinnen und stillende Mütter geregelt. Werdende Mütter dürfen nicht beschäftigt werden, wenn das Leben oder die Gesundheit von Mutter und/oder Kind gefährdet sind. Generell dürfen Schwangere keine schweren körperlichen Arbeiten durchführen oder gesundheitsgefährdenden Einwirkungen ausgesetzt werden. Akkord-, Nacht-, Sonntags-, Feiertags- und Mehrarbeit sind nicht erlaubt. Ein Kündigungsschutz für schwangere Frauen gilt bis 4 Monate nach der Entbindung. Die sog. Elternzeit wird spätestens 8 Wochen nach der Entbindung beim Arbeitgeber beantragt und kann bis zu 3 Jahre dauern, sie kann von Vater oder Mutter gleichermaßen in Anspruch genommen werden.
Genaue Informationen erhalten Sie beim Amt für Arbeitschutz, Bezirksregierung Düsseldorf, Postfach 300865, 40408 Düsseldorf

Nach Oben

Nachsorge und Rückbildung

So schnell wie möglich wieder schlank und fit? Lassen Sie sich nach der Geburt dazu ein wenig Zeit. Ihre Gebärmutter ist jetzt noch stark vergrößert und bildet sich erst langsam zurück. Am 10. Tag nach der Entbindung ist sie noch knapp über dem Schambein zu tasten.
Nach der anstrengenden Schwangerschaft fordert die Geburt oftmals die letzten Kräfte, danach tritt bei vielen Frauen eine Zeit der Erschöpfung ein. Ruhen Sie sich so viel wie möglich aus und nehmen Sie sich gemeinsam mit Ihrem Partner Zeit, Ihr Kind kennen zu lernen und als Familie zusammenzuwachsen.
Lassen Sie sich helfen. Zum Beispiel durch eine Nachsorge-Hebamme, die Ihnen im Wochenbett mit Rat und Tat zur Seite stehen kann. Aber auch Freunde und Familienangehörige können Sie und Ihren Partner in diesen ersten Wochen unterstützen.
Achten Sie auf eine ausgewogenen Ernährung und eine regelmäßige Flüssigkeitszufuhr von möglichst drei Litern am Tag.
Versuchen Sie Ihren Kreislauf wieder in Schwung zu bringen. Gezielte Rückbildungsgymnastik fördert die Rückbildung der inneren Organe und bringt Bauch- und Beinmuskulatur wieder in Form. Beginnen Sie langsam mit leichten Übungen. Nach einem Kaiserschnitt sollten Sie etwas länger mit der Rückbildung warten.
Nach der Geburt treten gelegentlich Probleme in Zusammenhang mit dem Beckenboden auf. Manchmal können Frauen den Urin nur schlecht halten, insbesondere beim Husten, Niesen oder Lachen. Diese Probleme verschwinden meist nach einiger Zeit wieder, durch entsprechende Rückbildungsgymnastik kann der Prozess jedoch beschleunigt werden.
Der Wochenfluss dauert circa 6 Wochen. Anfänglich ist er blutig, nimmt dann eine rostbraune Farbe an, wird dann gelb bzw. weißlich, bis er ganz versiegt. Nach 6 Wochen, d. h. nach Abschluss des Wochenbettes, sollten wir uns in der Praxis wieder sehen. Wir kontrollieren, ob sich alles gut zurückgebildet hat und überlegen gemeinsam, welche Form der Verhütung für Sie jetzt am besten ist.

Nach Oben

Leistungsübersicht Schwangerschaftsvorsorge

Stillen

Das Stillen gilt als die optimale Ernährungsform für Säuglinge. Denn die Muttermilch passt sich zu jedem Zeitpunkt dem aktuellen Bedarf des Kindes an und versorgt es so mit allem Notwendigen.
In den ersten Lebenstagen wird die sog. Vormilch produziert. Sie enthält viel Eiweiß und Mineralstoffe, jedoch wenig Fett, das von dem Neugeborenen noch nicht richtig verdaut werden kann. Mit der Vormilch versorgen Sie Ihr Kind gleichzeitig mit Ihrem Immunschutz gegen Krankheiten, dadurch sind Stillkinder weniger infektgefährdet. Ein wichtiger Vorteil, denn das kindliche Immunsystem ist noch nicht voll ausgebildet. So muss der Körper Ihres Kindes nach der Geburt erst lernen, welche Erreger in seiner Umwelt vorkommen und abgewehrt werden müssen. Über die Muttermilch profitiert Ihr Kind in dieser Zeit von Ihrem Immunsystem.
Stillen gilt darüber hinaus als wichtiger Faktor bei der Vorbeugung von Allergien. Vor allem allergiegefährdete Kinder sollten deshalb 4 – 6 Monate ohne Beifütterung gestillt werden.
Nicht zuletzt fördert das Stillen den innigen Kontakt zwischen Ihnen und Ihrem Kind. So erfährt Ihr Kind auf ganz natürliche Weise Geborgenheit und Aufmerksamkeit.
Stillen Sie Ihr Kind nach Bedarf, d. h. wann immer es trinken will. Am Anfang ist es jedoch nicht ganz leicht, Hunger und Durst von anderen Bedürfnissen (Müdigkeit, Bauchweh, Wunsch nach Zuwendung) zu unterscheiden.

Nach Oben