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Themen - Neuigkeiten aus der Frauenheilkunde

Krebsvor- und nachsorge

Krebsvor- und nachsorge

Krebs kann jeden treffen. Das Risiko einer Krebserkrankung nimmt jedoch mit jedem Lebensjahr deutlich zu. Durch regelmäßige Kontrolluntersuchungen und durch eine gute Beratung zur Prävention können wir eine Erkrankung aber im Frühstadium erkennen und das Risiko erheblich mindern.

Jeder Frau steht ab dem 20. Lebensjahr jährlich eine Krebsvorsorgeuntersuchung zu, damit Krebserkrankungen oder Vorstufen von Krebs möglichst früh erkannt und behandelt werden können. Die Untersuchung ist in unterschiedliche Altersklassen unterteilt für Frauen ab 20, 30, 50 und 55 Jahre.
Leider nutzen in Deutschland bundesweit nur 30 – 40% aller Frauen diese Chance zur Früherkennung.
Seit 2006 wurde für Frauen ab dem 50. bis 69. Lebensjahr zur qualitätsgesicherten Brustkrebsfrüherkennung das Mammographiescreening eingeführt.
Werden Krebsvorstufen rechtzeitig erkannt, kann die Erkrankung dauerhaft geheilt werden.

Vorsorge ab 20 Jahre

Ab dem 20. Lebensjahr können Frauen einmal jährlich zur Früherkennung des Gebärmutterhalskrebses zu Ihrer Frauenärztin gehen. Vor jeder Untersuchung findet ein ausführliches Gespräch statt, in dem wir auf alle Ihre Fragen eingehen. Wir fragen Sie dabei beispielsweise nach Blutungsstörungen, auffälligen Ausfluss oder Schmerzen.
Die anschließende Untersuchung ist in der Regel nicht schmerzhaft, sollte sie unangenehm sein, machen Sie uns bitte darauf aufmerksam.
Es erfolgt zunächst die Betrachtung des äußerlichen Intimbereiches, dann der Scheide und des Muttermundes. Anschließend wird ein Krebsabstrich vom Gebärmutterhals entnommen (PAP-Abstrich). Bei dem nach Georg Papanicolaou benannten Test können entzündliche Veränderungen der Zellen, Vorstufen von Krebs bzw. Krebszellen entdeckt werden.
Der PAP-Test hat eine Treffsicherheit von 80 – 90 %, wird heute jedoch zunehmend durch die noch genauere Dünnschichtzytologie abgelöst.
Bei vermehrtem Ausfluss wird Scheidensekret auf Infektionen untersucht. Zum Schluss werden gleichzeitig vom Bauch und von der Scheide aus die Gebärmutter bzw. die Eierstöcke abgetastet.

Zusatzleistungen

Darüber hinaus gibt es medizinisch überaus sinnvolle Zusatzleistungen, die die Aussagekraft der Krebsvorsorge deutlich erhöhen. Sie sind im konkreten Krankheitsfall Kassenleistungen, die Kosten werden ansonsten – um die Sicherheit der Vorsorge zu erhöhen – von der Patientin selbst übernommen.

1. Ultraschalluntersuchung des kleinen Beckens (einmal jährlich)

Die Ultraschalluntersuchung des kleinen Beckens mittels einer Vaginalsonde ist die einzige Methode zur Entdeckung von Veränderungen innerhalb der Gebärmutter bzw. von Tumoren oder Cysten der Gebärmutter oder den Eierstöcken. Sie gehört heute zu einer gynäkologischen Routineuntersuchung und sollte einmal jährlich durchgeführt werden.

2. Chlamydientest

Die Chlamydieninfektion (bakterienähnliche Erreger) ist derzeit die häufigste sexuell übertragene Geschlechtserkrankung. Unglücklicherweise macht sich eine Infektion kaum durch Beschwerden bemerkbar und kann bei chronischem Verlauf zu Verklebungen im Unterbauch sowie zu Unfruchtbarkeit bei Frauen und Männern führen. Wenn eine Infektion nachgewiesen wird, erfolgt eine antibiotische Therapie.

3. HPV-Test

Der Human Papilloma Virus (HPV) ist wesentlich an der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs beteiligt. Das Virus wird ausschließlich sexuell übertragen. Verschiedene Virengruppen sind entweder für das Auftreten von sog. Genitalwarzen (Condylomata acuminata) oder eben für den Gebärmutterhalskrebs verantwortlich. Man schätzt, dass circa 40 – 50 % aller Frauen in ihrem Leben Kontakt mit HP-Viren haben, ein Test klärt über eine mögliche Infektion auf. Seit kurzem gibt es die Möglichkeit der Impfung mit dem Impfstoff Gardasil oder Cervarix.

4. Dünnschichtzytologie (einmal jährlich)

Mit der Dünnschichtzytologie wird der Krebsabstrich entscheidend verbessert. Die Zellen werden mit einem speziellen „Bürstchen“ vom Gebärmutterhals abgestrichen und in ein Gefäß mit Konservierungsflüssigkeit gespült. Im Labor wird mit Hilfe einer Spezialpräparation ein reines, klares Zellbild geschaffen, das optimale Voraussetzungen für die Beurteilung durch den Zytologen bietet.

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Vorsorge ab 30 Jahre

Ab dem 30. Lebensjahr wird auch die Brust auf Veränderungen hin untersucht.
In den westlichen Industrieländern ist Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung der Frau, jede 10. Frau in Deutschland ist von dieser Erkrankung betroffen. Die Zahl der Erkrankungsfälle wächst in jedem Jahr um 1 – 2 %. Meist sind Frauen zwischen dem 45. und 70. Lebensjahr betroffen, jedoch steigt auch der Anteil der jüngeren Frauen (unter 40 Jahren) kontinuierlich an.
Wenn eine Brustkrebserkrankung frühzeitig erkannt und richtig behandelt wird, ist sie heilbar!

Zusatzleistungen

Darüber hinaus gibt es medizinisch überaus sinnvolle Zusatzleistungen, welche die Aussagekraft der Krebsvorsorge deutlich erhöhen. Sie sind im konkreten Krankheitsfall Kassenleistungen, werden ansonsten – um die Sicherheit der Vorsorge zu erhöhen – selbst übernommen.

1. Brustuntersuchung

Zunächst wird die Brust gründlich inspiziert. Wir achten sowohl auf Veränderungen in Größe und Form als auch auf Veränderungen der Haut (Rötungen, Einziehungen). Dann folgt das gründliche Abtasten beider Brüste einschließlich der Lymphabflusswege. Dabei erklären wir Ihnen auch, wie Sie selbst Ihre Brust untersuchen können.
Bei verdächtigen Befunden wird eine Ultraschalluntersuchung oder auch Mammographie durchgeführt.

2. Ultraschalluntersuchung beider Brustdrüsen (einmal jährlich)

Durch die strahlen- und schmerzfreie Ultraschalluntersuchung lassen sich nicht tastbare Tumore/Cysten in der Brustdrüse erkennen, besonders auch in bindegewebsdichten Brüsten, die nur sehr schwer und ungenau abzutasten sind. Diese Untersuchung wird in höherem Lebensalter immer wichtiger, da das Brustkrebsrisiko mit jedem Jahr kontinuierlich ansteigt.

3. Ultraschall des kleinen Beckens (einmal jährlich)

Bei der zusätzlichen Ultraschalluntersuchung des Unterbauches können Form, Lage und Größe der Gebärmutter und der Eierstöcke sowie der Harnblase bestimmt und ausgemessen werden. Noch wichtiger ist der Blick in die Gebärmutter, wo Schleimhautveränderungen erste Hinweise für Erkrankungen in der Gebärmutter liefern können (welche beim bloßen Abtasten natürlich nicht erkennbar sind). So werden Cysten und Tumore rechtzeitig erkannt und behandelt.

4. Chlamydientest

Die Chlamydieninfektion (bakterienähnliche Erreger) ist derzeit die häufigste sexuell übertragene Geschlechtserkrankung. Unglücklicherweise macht sich eine Infektion kaum durch Beschwerden bemerkbar und kann bei chronischem Verlauf zu Verklebungen im Unterbauch sowie zu Unfruchtbarkeit bei Frauen und Männern führen. Wenn eine Infektion nachgewiesen wird, erfolgt eine antibiotische Therapie.

5. HPV-Test

Der Human Papilloma Virus (HPV) ist wesentlich an der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs beteiligt. Das Virus wird ausschließlich sexuell übertragen. Verschiedene Virengruppen sind entweder für das Auftreten von sog. Genitalwarzen (Condylomata acuminata) oder eben für den Gebärmutterhalskrebs verantwortlich. Man schätzt, dass circa 40 – 50% aller Frauen in ihrem Leben Kontakt mit HP-Viren haben, ein Test klärt über eine mögliche Infektion auf. Seit kurzem gibt es die Möglichkeit der Impfung mit dem Impfstoff Gardasil.

6. Dünnschichtzytologie (einmal jährlich)

Mit der Dünnschichtzytologie wird der Krebsabstrich entscheidend verbessert. Die Zellen werden mit einem speziellen „Bürstchen“ vom Gebärmutterhals abgestrichen und in ein Gefäß mit Konservierungsflüssigkeit gespült. Im Labor wird mit Hilfe einer Spezialpräparation ein reines, klares Zellbild geschaffen, das optimale Vorraussetzungen für die Beurteilung durch den Zytologen bietet.

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Vorsorge ab 50 Jahre

Ab dem 50. Lebensjahr wird zusätzlich zu den bisherigen Untersuchungen jährlich eine Darm bzw. Rektumuntersuchung zur Erkennung von Darmkrebs durchgeführt, denn ab diesem Alter steigt das Risiko für eine solche Erkrankung deutlich an. Der Enddarm (Rektum) wird dabei vorsichtig mit den Fingern abgefühlt und auf Wucherungen überprüft.
Der so genannte Stuhlbriefchentest untersucht den Stuhl auf verstecktes Blut. An drei aufeinanderfolgenden Tagen wird eine kleine Stuhlprobe auf den Teststreifen übertragen und an uns zurück geschickt. Sie sollten in dieser Zeit auf Fleisch- und Wurstwaren verzichten, da der Test sonst leicht verfälscht wird. Wird in unserem Labor Blut nachgewiesen, folgt eine weiterführende Untersuchung wie z. B. eine Darmspiegelung (Koloskopie)

Zusatzleistungen

Darüber hinaus gibt es medizinisch überaus sinnvolle Zusatzleistungen, welche die Aussagekraft der Krebsvorsorge deutlich erhöhen. Sie sind im konkreten Krankheitsfall Kassenleistungen, werden ansonsten – um die Sicherheit der Vorsorge zu erhöhen – selbst übernommen.

1. Immunologischer Stuhltest

Bei Frauen und Männern gehört das Dickdarmcarcinom zu den häufigsten Krebserkrankungen, die, im Frühstadium erkannt, zu 90 % heilbar sind. Der immunologische Stuhltest weist durch eine andere Nachweismethode auch allergeringste Mengen von menschlichem Blut im Stuhl nach und ist damit dem herkömmlichen Test deutlich überlegen. Er ist zudem einfacher durchzuführen (lediglich eine Stuhlprobe).

2. Blasenkrebsfrüherkennung

Ein Blasenkrebserkrankung wird bei Frauen oft erst sehr spät festgestellt, da über lange Zeit keine Symptome auftreten (z. B. Blutspuren im Urin, Harndrang). Mit dem NMP22-Test lassen sich Eiweißstoffe aus dem Zellkern nachweisen. Werden diese Stoffe in einer frischen Urinprobe entdeckt, sollte eine Blasenspiegelung durch einen Urologen erfolgen.

3. Ultraschalluntersuchung des kleinen Beckens

Bei der zusätzlichen Ultraschalluntersuchung des Unterbauches können Form, Lage und Größe der Gebärmutter und der Eierstöcke sowie der Harnblase bestimmt und ausgemessen werden. Noch wichtiger ist der Blick in die Gebärmutter, wo Schleimhautveränderungen erste Hinweise für Erkrankungen in der Gebärmutter liefern können (welche beim bloßen Abtasten natürlich nicht erkennbar sind). So werden Cysten und Tumore rechtzeitig erkannt und behandelt.
Gerade in höherem Alter steigt das Risiko für das gefährliche Ovarialcarcinom (Eierstockkrebs) an. Dieser Tumor bleibt oft lange Zeit unerkannt, weil er keinerlei Beschwerden bereitet. Mit der Ultraschalluntersuchung lassen sich Veränderungen an den Eierstöcken entdecken, bevor Krankheitssymptome auftreten. Dadurch verbessern sich die Heilungschancen erheblich.

4. Ultraschalluntersuchung beider Brustdrüsen (einmal jährlich)

Durch die strahlen- und schmerzfreie Ultraschalluntersuchung lassen sich nicht tastbare Tumore/Cysten in der Brustdrüse erkennen, besonders auch in bindegewebsdichten Brüsten, die nur sehr schwer und ungenau abzutasten sind. Diese Untersuchung wird in höherem Lebensalter immer wichtiger, da das Brustkrebsrisiko mit jedem Jahr kontinuierlich ansteigt.

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Vorsorge ab 55 Jahre

Ab dem 55. Lebensjahr gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten, eine Untersuchung zur Früherkennung von Darmkrebs wahrzunehmen:
Alle zwei Jahre sollte ein Stuhlbrieftest durchgeführt werden. Alternativ können Sie zweimal im Abstand von mindestens 10 Jahren eine Darmspiegelung durchführen lassen. Ansonsten gleicht die Untersuchung einschließlich aller empfohlenen Zusatzleistungen der Vorsorge dem 50. Lebensjahr.

Mammographiescreening

Das Mammographie screening ist eine Reihen-Röntgenuntersuchung der Brust bei Frauen zwischen dem 50. und 69. Lebensjahr. Sie werden im Vorfeld persönlich in ein Röntgeninstitut eingeladen und entscheiden selbst, ob Sie an der Untersuchung teilnehmen möchten. Die Röntgenaufnahmen werden von zwei speziell ausgebildeten Ärzten unabhängig voneinander begutachtet, das Ergebnis wird Ihnen und uns schriftlich zugeschickt. Mehr Informationen unter: www.mammographiescreening.org

Krebsnachsorge

Patientinnen, die an Brustkrebs, Eierstock- oder Gebärmutterkrebs erkrankt sind, werden behutsam und mit Vorsicht über die Bedeutung ihrer Erkrankung aufgeklärt. Gespräche finden oft auch mit Familienangehörigen statt. Wir besprechen die möglichen und besten Therapien und finden gemeinsam heraus, welches Krankenhaus für welche Krebserkrankung am ehesten geeignet ist.
Vielen Patientinnen wird eine evtl. Chemo- oder Strahlentherapie durch die Gabe von Mistelpräparaten erleichtert. Die Nachsorgeuntersuchungen finden mit Absprache mit dem Krankenhaus in den vorgesehenen Abständen statt.

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Leistungsübersicht Krebsvor- und nachsorge