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Themen - Neuigkeiten aus der Frauenheilkunde

Familienplanung

Familienplanung

Die Voraussetzungen sind perfekt, Sie wünschen sich ein Kind, aber Sie werden nicht schwanger. Wenn das Wunschkind auf sich warten lässt, kann das viele Ursachen haben. Ob es organische Gründe oder hormonelle Störungen sind oder ob die Probleme im psychischen Bereich liegen – wir helfen Ihnen weiter.

Viele Paare wünschen sich ein Baby. Doch nicht immer geht dieser Wunsch in Erfüllung. Man schätzt, dass nahezu jede siebte Ehe ungewollt kinderlos bleibt. In vielen Fällen liegen organische Ursachen oder hormonelle Störungen vor, die heute mit Hilfe fortschrittlicher medizinischer Methoden behoben werden können. Manchmal sind es jedoch auch psychische Probleme, die einer Schwangerschaft im Wege stehen.

Paare brauchen zunächst einmal Geduld

Im Normalfall liegt die Wahrscheinlichkeit für eine Schwangerschaft in jedem Menstruationszyklus bei 15 – 25 %. Bei der Hälfte der Paare mit Kinderwunsch klappt es während der ersten 3 Monate. Zwei Drittel der Frauen werden innerhalb eines Jahres schwanger. Bei einem unregelmäßigen Menstruationszyklus dauert es durchschnittlich länger bis eine Schwangerschaft eintritt.

Bei einem regelmäßigen Zyklus sollten Sie und Ihr Partner sich ein Jahr Zeit nehmen, bevor Sie einen Arzt zu Rate ziehen.

Die besten Voraussetzungen

Jeden Monat aufs Neue richtet sich der weibliche Körper auf eine Empfängnis ein. Doch bevor es zu einer Schwangerschaft kommt, müssen viele Faktoren ineinandergreifen. Nur in der Zeit um den Eisprung, also in der Zyklusmitte, kann es überhaupt zu einer Befruchtung kommen. Die weibliche Eizelle ist höchstens 24 Stunden befruchtungsfähig. Nach dem Eisprung müssen die Spermien also entweder rasch durch die Gebärmutter in die Eileiter oder sie warten dort bereits auf die Eizelle, wenn der Geschlechtsverkehr vorher stattgefunden hat. Denn im Körper der Frau sind Spermien bis zu 72 Stunden lebensfähig. Die höchste Fruchtbarkeit besteht somit 72 Stunden vor dem Eisprung bis etwa 12 Stunden danach.

Eine geglückte Verschmelzung von Ei- und Samenzelle garantiert jedoch noch keine Schwangerschaft. Nur etwa jeder dritte Keim entwickelt sich weiter und nistet sich in der Gebärmutter ein.

Neben dem richtigen Zeitpunkt ist eine gesunde Ernährung besonders wichtig. Leider sind viele Nährstoffe nur unzureichend in der täglichen Kost enthalten. So sollten Sie schon vor einer Schwangerschaft mindestens 0,3 – 0,8 Milligramm Folsäure und 200 Milligramm Jod zu sich nehmen. Außerdem sollten Sie das Rauchen aufgeben und nicht mehr als drei Tassen Kaffee am Tag trinken, da beides die Fruchtbarkeit einschränkt und das Risiko für Fehl- und Totgeburten erhöht. Auch auf rohes Fleisch sollten Sie jetzt verzichten, um eine Infizierung mit Toxoplasmose zu vermeiden, die Ihren Fötus schädigen kann.

Eine Rötelninfektion in der Schwangerschaft ist für den Fötus sehr gefährlich. Lassen Sie deshalb vor einer geplanten Schwangerschaft Ihren Immunstatus überprüfen.

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Die Ursachen für Kinderlosigkeit

Etwa 15 % aller Paare warten vergebens auf ein Kind. Die Ursachen hierfür liegen etwa zu gleichen Teilen (je 40 %) beim Mann und bei der Frau. In vielen Fällen finden sich Störungen bei beiden. Und bei ungefähr 20 % der Betroffenen kann überhaupt kein Grund festgestellt werden.

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Die medizinischen Möglichkeiten

Zum Kinderkriegen gehören bekanntlich zwei. Deshalb sind auch die Suche nach den Ursachen der Unfruchtbarkeit und die späteren Behandlungen Partnersache. Alles wird um vieles einfacher, wenn Sie sich in Ihrer Partnerschaft auf gegenseitigen Zuspruch und Unterstützung verlassen können.

Bei allen weiteren Schritten stehen wir Ihnen zur Seite. Wir beraten Sie und koordinieren auch die gemeinsame Behandlung mit dem Andrologen Ihres Partners (Andrologie = Männerheilkunde).

In den letzten Jahren hat sich in der Medizin ein Spezialgebiet für ungewollt kinderlose Paare entwickelt: die Reproduktions- oder Fortpflanzungsmedizin. Reproduktionsmediziner arbeiten in Spezialpraxen und Klinikabteilungen. Falls alle unsere Diagnose- und Therapiemöglichkeiten erfolglos bleiben, werden wir Sie an diese Spezialisten überweisen.

Die ersten Schritte

Nach einem intensiven Vorgespräch, in dem wir Ihre persönlichen Erwartungen und Voraussetzungen feststellen, findet die erste Untersuchung möglichst genau zur Zyklusmitte statt. Dabei analysieren wir den Schleim des Gebärmutterhalskanals. Durch Ultraschall prüfen wir, ob sich die Eibläschen zeitgerecht entwickelt haben. Bei Unregelmäßigkeiten in Ihrem Zyklus entnehmen wir eine Blutprobe zur Überprüfung des Hormonspiegels. Sie ermöglicht weiteren Aufschluss über den Stand der Eireifung.

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Die Sperma-Analyse

Eine Sperma-Analyse gibt Auskunft über die Beschaffenheit der männlichen Samenzellen. Aus der Samenprobe macht das Labor das so genannte Spermiogramm: Unter dem Mikroskop werden die Samenzellen gezählt und ihre Form und Beweglichkeit beurteilt. Werden hier Störungen festgestellt, kann oft eine Hormonanalyse weiterhelfen. Diese Untersuchung findet bei einem Urologen statt.

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Die fruchtbarsten Tage

Nach der Sperma-Analyse sind die ersten Untersuchungen bei Frau und Mann abgeschlossen. Danach beginnt die am wenigsten belastende Maßnahme: die Zykluskontrolle.

Ziel der Zykluskontrolle ist es herauszufinden, ob und wann ein Eisprung stattfindet. Dazu gibt es unterschiedliche Methoden.

Zunächst empfehlen wir Ihnen das Führen einer Temperaturkurve. Dafür messen Sie jeden Morgen nach dem Aufwachen Ihre Temperatur und tragen sie in ein Kurvenblatt ein. In der Regel beträgt die Körpertemperatur in der ersten Zyklushälfte ca. 36,5 Grad, ein bis zwei Tage nach dem Eisprung steigt die Temperatur dann um 0,3 bis 0,5 Grad an. Die Temperaturkurve ist für uns ein erster Hinweis, ob der Zyklus normal verläuft. Häufig sind jedoch noch weiterführende Untersuchungen wie Hormonanalysen und Ultraschallkontrollen erforderlich.

Danach untersuchen wir in einem weiteren Schritt die Durchgängigkeit der Eileiter. Hier findet nämlich die Befruchtung der Eizelle statt. Der Kanal der Eileiter ist haarfein und kann durch Verwachsungen – zum Beispiel nach Entzündungen – verklebt sein.

Eine genaue Diagnose bringt die Bauchspiegelung. Dabei wird in Vollnarkose ein kleines Sichtgerät durch den Bauchnabel in den Bauchraum eingeführt. Mit einer farbigen Flüssigkeit wird die Durchlässigkeit der Eileiter geprüft. Die Bauchspiegelung zeigt darüber hinaus aber auch, ob die Gebärmutter, die Eierstöcke und die Eileiter normal geformt sind. Verwachsungen werden erkannt und können oft schon bei diesem Eingriff gelöst werden. Verschlossene oder verwachsene Eileiter können auch durch eine mikrochirurgische Operation wieder durchgängig gemacht werden.

Sind alle diese Untersuchungen erst einmal abgeschlossen, folgt der schwerste Teil der Therapie. Warten. Für viele Paare wird diese Phase zur echten Bewährungsprobe, der Wunsch nach einem Kind wird zum Stress für die Beziehung. Aber je mehr Sie sich auf das eine und einzige Ziel fixieren, desto weiter entfernen Sie sich unter Umständen davon. Vielleicht unterbrechen Sie die Behandlung einfach für einige Zeit und überdenken Sie Ihren Kinderwunsch noch einmal. Manchmal bewirkt eine solche Auszeit Wunder.

Falls nicht, sehen wir gemeinsam weiter.

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Die Hormontherapie

Das Zusammenspiel der Hormone, die den Eisprung auslösen und die Gebärmutterschleimhaut auf die Einnistung eines befruchteten Eies vorbereiten, ist äußerst kompliziert. Ist dieses System gestört, kann eine Hormontherapie helfen. Dabei müssen die Hormongaben richtig ausgewählt und vorsichtig dosiert werden. Während der Behandlung wird der Zyklus durch Ultraschall- und Hormonkontrollen genau überwacht. Wenn dabei erkannt wird, dass zu viele Eizellen heranreifen, wird die Behandlung, die den Eisprung auslösen soll, nicht weitergeführt. In diesem Monat sollte auch kein ungeschützter Geschlechtsverkehr stattfinden, da das Risiko einer Mehrlingsschwangerschaft besteht.

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Hilfe für den Mann

Sind die Ergebnisse des Spermiogramms unbefriedigend, sollte Ihr Partner zunächst unbedingt schädliche Einflüsse wie Rauchen und übermäßigen Stress vermeiden. Aber auch die Medizin hat mehrere Möglichkeiten, die "Qualität" des Samens zu verbessern. Wenn die Ursache der Störung z. B. eine Krampfader im Hodenbereich ist, kann diese operativ entfernt werden.

Falls die Samenfäden nicht richtig ausreifen, gibt es auch für den Mann die Möglichkeit einer Hormonbehandlung. Eine erfolgreiche Hormontherapie erfordert dann allerdings viel Geduld. Es dauert mindestens 12 Wochen, bis die Hormonkur anschlägt und die Ergebnisse des Spermiogramms besser werden.

Nach diesen Maßnahmen gibt es weitere Möglichkeiten, allerdings erfordern die nächsten Schritte aufwendigere Techniken, die für beide Partner belastend sein können. Die Krankenkassen übernehmen auch für diese Maßnahmen bis zu einem gewissen Umfang die Kosten.

Wenn die Menge der Samenzellen reduziert ist oder wenn mehrmals keine beweglichen Samenzellen im Gebärmutterhals-Sekret beobachtet wurden, kann eine Samenübertragung (Insemination) angewandt werden. Dazu wird das Sperma mit einem weichen Katheter durch die Scheide bis in die Gebärmutterhöhle oder sogar bis in die Eileiter eingeführt. So wird der Samen direkt an den Ort der Befruchtung gebracht. Der Samen muss dazu vor der Behandlung im Labor aufbereitet werden.

Eine andere Form der Insemination ist der so genannte "intratubare Gametentransfer" (GIFT). Auch bei dieser Methode findet die Befruchtung im Körper der Frau statt. Dabei werden Samen und Eizellen über eine Bauchspiegelung oder durch die Scheide in den Eileiter eingebracht.

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Die In-vitro-Fertilisation

Für viele kinderlose Ehepaare ist die In-vitro-Fertilisation eine gute Chance, doch noch ein eigenes Kind zu bekommen. Bei dieser Methode werden Ei- und Samenzellen außerhalb des Körpers (extrakorporal) zusammengebracht. ICSI (intrazytoplasmatische Spermien-Injektion) ist eine Labortechnik im Rahmen der IVF, bei der das einzelne Spermium direkt in die Eizelle mikroinjiziert wird.

Die In-vitro-Fertilisation kann allerdings mit großen körperlichen und psychischen Belastungen verbunden sein und sollte deshalb sorgfältig überdacht werden.

Die Zeugung im Reagenzglas kann angewendet werden, wenn die Eileiter so verschlossen oder verwachsen sind, dass eine mikrochirurgische Operation wenig Aussicht auf Erfolg hat, aber auch, wenn keine eindeutig diagnostizierbaren Ursachen für den unerfüllten Kinderwunsch zu finden sind.

Die Durchführung: Damit mehrere Eizellen heranreifen, wird eine Hormonbehandlung durchgeführt. Die Eizellen werden abgesaugt und im Reagenzglas („in vitro“) mit dem Samen zusammengebracht. Im Brutschrank sollen Ei- und Samenzellen dann miteinander verschmelzen. Diese erste Stufe der Befruchtung gelingt etwa bei der Hälfte der Keimzellen. Wenn sich die befruchteten Eizellen nach etwa 28 bis 48 Stunden geteilt haben, werden die so entstandenen Embryonen in die Gebärmutter zurückgegeben. Die Chancen, dass sich Ei- und Samenzellen einnisten und dass es zu einer stabilen Schwangerschaft kommt, liegen pro Übertragung bei etwa 10 bis 25 %.

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Mehrlingsgeburten und Risiken

Die moderne Fortpflanzungsmedizin erreicht oft mehr als erwartet. Manchmal verhilft sie Paaren nicht nur zum ersehnten Wunschkind, sondern gleich zu zweien oder dreien. Allerdings bekommt nur eine von hundert behandelten Frauen mehr als zwei Kinder auf einmal. Um das Risiko einer Mehrlingsgeburt so gering wie möglich zu halten, sollten während einer Hormonbehandlung ständig Kontrolluntersuchungen stattfinden.

Eine Befürchtung können wir Ihnen jedoch von vorneherein nehmen: Eine Fruchtbarkeitsbehandlung hat keinen Einfluss auf die Gesundheit Ihres Kindes. Lang ersehnte Kinder sind so gesund wie alle anderen.

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Die Psyche

Die körperlichen Ursachen für eine ungewollte Kinderlosigkeit sind die eine Seite. Auf der anderen Seite steht die Psyche. Auch sie hat einen maßgeblichen Anteil an der Fruchtbarkeit eines Paares. In jedem Fall stehen Körper und Psyche in enger Wechselwirkung und sollten immer gemeinsam betrachtet werden.

Zu den psychischen Faktoren, die eine Empfängnis verhindern können, gehören z. B.: Stresssituationen bei Mann und Frau, existentielle Sorgen, die Angst vor der Verantwortung oder die Unentschlossenheit zwischen Mutterschaft und Beruf.

Die fortschreitende Medizin gibt kinderlosen Paaren zwar auf der einen Seite neue Hoffnungen, die aber auch immer wieder enttäuscht werden können. Das eigene Selbstwertgefühl wird dadurch möglicherweise eher schwächer als stärker.

In solchen Situationen bieten die Kinderwunsch-Beratungen Hilfe an. Hier können Paare im gespräch herausfinden, ob sie den Belastungen der Therapie auch psychisch noch gewachsen sind.

Manchmal kann der Verzicht auf ein Kind auch eine Möglichkeit sein, das Zusammenleben neu zu erleben. Ungewollte Kinderlosigkeit muss kein unerfülltes Leben zu zweit bedeuten. Ganz im Gegenteil, vielleicht eröffnen sich gerade im Verzicht auf ein Kind ganz neue Perspektiven für Ihre Beziehung.

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Links

Informationen über weitere Methoden wie ICSI, TESE und MESA finden Sie auf den Internetseiten der Fertilitätszentren. In Nordrhein-Westfalen können Sie sich z. B. an folgende Spezialpraxen wenden:

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